SV Bawinkel vor Herausforderung / Start in Tischtennis-Damenoberliga - Fünf Neulinge

In der Tischtennis-Damenoberliga will der SV Bawinkel in seinem zweiten Jahr die Erfolgsgeschichte fortschreiben.

 

Prognosen sind schwer und fast abenteuerlich, denn die Staffel gleicht mit fünf Neulingen einer unbekannten Größe. In der vergangenen Saison gehörte der SV Bawinkel der oberen Tabellenhälfte an und hatte einige rauschhafte Spiele. Diesmal sind die Karten komplett neu gemischt, die Messlatte liegt vielleicht nicht mehr ganz so hoch. Aus dem letztjährigen Spitzenquartett dieser Staffel sind drei Clubs nach oben in die Regionalliga abgewandert. Zusätzlich ist der sechsplatzierte TuS Sande von der Bildfläche verschwunden. Dagegen hat der amtierende Vizemeister TSV Heiligenrode das Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen und ist folgerichtig auch in dieser Spielzeit erste Wahl, zumal die Stammbesetzung nicht verändert wurde.

Da keine Mannschaft von oben aufgenommen werden musste, sind die Emsländerinnen nominell ebenfalls der absoluten Spitze zuzuordnen. Denkbar ist vieles, aber die fünf Neulinge stellen auch Ansprüche und wollen sich euphorisch beweisen. Allen voran der als Meister aufgestiegene MTV Engelbostel-Schulenburg II mit der in der letzten Saison ungeschlagenen Jessica-Joyce Xu. Zu beachten sind auch die Vizemeister der beiden Landesligen, Werder Bremen und der RSV Braunschweig III.

Der Laufkundschaft der Liga gehören sicherlich die extrem mutig aufgestiegenen SV Emmerke und TuS Glümmer, zumal in beiden Teams Verstärkungen ausgeblieben sind. Blieben noch aus dem letzten Jahr GW Hildesheim, die Spvg. Oldendorf und der unbeständige VfR Weddel, die alle dem SV Bawinkel das Leben durchaus schwer gemacht haben und diesmal mit weniger Sorgenfalten den Konkurrenzkampf aufnehmen können.

Das emsländische Kollektiv spielt in der erprobten Formation mit Antonia Joachimmeyer, Nina Längert, Claudia Meer und Rita Pleus. Wenn das Quartett erneut als Gesamtkonstrukt funktioniert, wird es eine sehr erfolgreiche Saison geben. Standortbestimmung ist der Auftakt gegen den SV Emmerke, es folgt mit Werder Bremen ein ernster Prüfstein. Ein Fehlstart wäre fatal.

Viel vorgenommen hat sich der SV Bawinkel mit Antonia Joachimmeyer (links), Rita Pleus, Claudia Meer und Nina Längert. Foto: Georg Bruns

Union Meppen stürzt ab / Tischtennis-Vereinswechsel - Rückkehr von Maximilian Bode

Neben mehreren unbedeutenden Vereinswechseln hat es auf dem Transfer-Markt des Tischtennis-Sports auch spektakuläre Veränderungen gegeben. Vier hochkarätige Aktive haben den Kreis verlassen, nur zwei Akteure haben den Weg ins Emsland gefunden.

 

Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich die Wechsel erheblich reduziert. In den meisten Fällen sind Aktive, die in der Fremde nicht die Erfüllung gefunden haben, zu ihrem Stammverein zurückgekehrt. Der Niedergang von Union Meppen, der in der Vorsaison gestoppt zu sein schien, hat noch einmal Fahrt aufgenommen. Die Damenmannschaft, aus der Landesliga abgestiegen, hat sich quasi aufgelöst. Und auch der Absturz der 1. Herrenmannschaft, die drei Stammspieler abgeben musste, setzte sich weiter fort. Schmerzvoll ist besonders der Verlust von Tobias Lammers, der bisherigen Nummer zwei im Club.

Der SV Bawinkel muss künftig auf die Dienste von Jonas Saalfeld verzichten, der in vergangenen Spielzeit der absolute Shooting Star war. Diese Lücke sollen beim Aufsteiger in die Landesliga die Neuzugänge Ingo Hantke und Maximilian Bode schließen. Letzterer ist in früheren Jahren von den Meppener Vereinen TV und Union ausgebildet worden und galt vor seinem Weggang als Hoffnungsträger

Die Wechsel im Überblick:

SV Bawinkel: Zugänge: Ingo Hantke (Union Lohne), Maximilian Bode (TTC Elbe Dresden), Abgänge: Jonas Saalfeld (TTC Münster).

VfL Emslage: Zugänge: Franz Kock (Union Meppen).

SV Werpeloh: Zugänge: Marcel Reinken, Simon Lammers (beide Eintracht Börger).

Haselünner SV: Zugänge: Ulrich Krause (TTC Lähden).

SuS Darme: Abgänge: Maik Dust (SG Bramsche).

Union Meppen: Abgänge: Tobias Lammers (Hundsmühler TV), Lars Wöbker (Olympia Laxten), Franz Kock (VfL Emslage), Anja Kremer (Eintracht Börger), Stephanie Eichhorn (TV Papenburg).

SG Bramsche: Abgänge: Franz Jacobs (SuS Darme).

SC Baccum: Zugänge: Milan Heidkamp (BW Greven).

Eintracht Börger: Zugänge: Anja Kremer (Union Meppen), Abgänge: Marcel Reinken, Simon Lammers (beide SV Werpeloh).

TTC Lähden: Abgänge: Ulrich Krause (Haselünner SV).

BW Lorup: Abgänge: Laura Gerdes (Oldenburger TB).

Olympia Laxten: Zugänge: Lars Wöbker (Union Meppen).

BW Papenburg: Abgänge: Peter Broos (Teutonia Stapelmoor).

 

Nicht mehr im Emsland aktiv: Jonas Saalfeld (bisher SV Bawinkel). Foto: G. Bruns

Olympia Laxten im Aufwärtstrend

In der 1. Tischtennis-Jugendkreisklasse Emsland/Mitte leistete sich Olympia Laxten II zwar einen Ausrutscher gegen den Konkurrenten SC Spelle/Venhaus, sicherte sich am Ende aber glücklich und verdient die Meisterschaft. Beteiligt waren Tim Watermeier (links), Paul Weigold, Bjarne Hüter und Marius Weigel. Für Olympia war das im Nachwuchsbereich bereits der zweite Titelgewinn. Dieser Aufwärtstrend personifiziert sich in den Trainern Jochen Lager und Christian Lühn.

Bruns-Foto

Geniestreich des SV Bawinkel

Ungeschlagen marschierte der SV Bawinkel in der Schülerkreisliga

Ems/Vechte zum Titel. Der einzige Minuszähler gegen den SV Surwold (5:5) war nicht mehr als eine Fußnote. Bei Saisonabbruch lag der Verfolger Union Lohne bereits weit zurück. Zu Meisterehren kamen Lars Hoffschröer (links), der kein Einzel abgab, Felix Horn, Laurenz Brinkmann, Simon Gels und Jacob Veer (nicht im Bild). Ausgebildet wurde die Mannschaft von Andrea Trepohl, der Cheftrainerin des Clubs.

Foto: Georg Bruns

Aufstiegsfestival bei Olympia Laxten - Korrekturen im Tischtennis-Sport - ASV Altenlingen bleibt erstklassig

Beim coronabedingten Saisonabbbruch im Tischtennis-Sport waren zwar 85% aller Spiele absolviert, doch hatten die Clubs zu diesem Zeitpunkt unterschiedlich viele Spiele absolviert. Dies wiederum führte zu etlichen Härtefällen, die nun vom Landesverband wohlwollend überprüft wurden. Auf der anderen Seite profitierten mehrere Vereine vom Wegfall der Relegation.

Bei objektiver Lesart war Olympia Laxten zweifellos ein Profiteur von Corona. Die größere Anzahl der Pluspunkte gegenüber dem Herbstmeister Eintracht Nordhorn führte die Mannschaft als Tabellenzweiter der Herren-Bezirksoberliga direkt in die Landesliga, wo man demnächst dem SV Bawinkel den Status als Nummer eins im Emsland streitig machen will.

Für BW Papenburg kam der Aufstieg noch überraschender, da der Club in der Herren-Bezirksliga nach Minuspunkten dem Mittelfeld zuzuordnen war. Der Vizemeister hat die Aufstiegsoption ohne zu zögern mutig wahrgenommen. In der Bezirksoberliga werden zwar die Karten neu gemischt, die Mannschaft bleibt aber diealte. Durch Härtefälle wurde die Klasse auf zwölf Teams aufgestockt, was zu mindestens vier Absteigern führen wird.

In der 1. Herren-Bezirksklasse war Olympia Laxten II bis zum vorzeitigen Saisonendeauf Aufstiegskurs, zumal mit der Spvg. Brandlecht/Hestrup der Konkurrent um die Vizemeisterschaft bereits mit 9:4 besiegt worden war. Während der Grafschafter Verein die Spielzeit jedoch komplett beendet hatte, standen bei den Emsländern noch vier Begegnungen auf dem Plan. Immerhin wurde die Mannschaft als Tabellendritter der Bezirksliga zugeführt und ist damit zurück in der Show. Der krisenerprobte ASV Altenlingen bleibt als Tabellenachter ohne Relegation erstklassig.

Auch Eintracht Emmeln, nach einer Zittersaison auf Rang acht in der 2. Herrenbezirksklasse Nord, blieb die Relegation erspart. In der Parallelstaffel Süd führte der Weg von Olympia Laxten III als Vizemeister verdientermaßen direkt zum Aufstieg. Es passt in die Zukunftsplanung des Clubs, dass auch die 4. Mannschaft demnächst ebenfalls auf Bezirksebene vertreten ist.

Mit dem erst 14-jährigen Simon Penniggers will Olympia Laxten auch inder Landesliga etwas bewegen. Foto: G. Bruns