Detlef Barchanowitz und SV Olympia Laxten führen die ewige Statistik der Regionsmeisterschaften an

Nach Abschluss der siebten Regionsmeisterschaften Ems-Vechte wurde jetzt erstmals eine Statistik über die erfolgreichsten Starter und Vereine dieser sieben Turniere vorgelegt. Dabei ist Detlef Barchanowitz (FC Schüttorf 09) erfolgreichster Spieler vor Lars Hoffschröer (SV Olympia Laxten) und dem nicht mehr aktiven Finn Wilmink (zuletzt SV Bawinkel). Bei den Vereinen führt der SV Olmpia Laxten vor SV Bawinkel und SV Hoogstede.

Der Turnierausschussvorsitzende Hilmar Heinrichmeyer hatte ähnliche Auswertungen früher für die Grafschaft Bentheim geführt und sich jetzt erstmals mit der Statistik über die Regionsmeisterschaften Ems-Vechte beschäftigt. Für die Ermittlung der erfolgreichsten Spieler und Vereine benutzt er einen Punktschlüssel, der jedem Regionsmeister im Einzel 4 Punkte und jedem Regionsmeister im Doppel und Mixed 2 Punkte pro Spieler vergibt, unabhängig von der Altersklasse oder der Größe des Teilnehmerfeldes. Der Zweite im Einzel erhält 2 Punkte, jeder Zweite im Doppel oder Mixed 1 Punkt. Einen Punkt erhält auch jeder im Einzel-Halbfinale ausgeschiedene Spieler sowie bei Klassen, die im System Jeder gegen jeden gespielt worden sind, der Dritte und Vierte. Da im Doppel und Mixed die Drittplatzierten bei Regionsmeisterschaften keine Urkunden erhalten, gibt es für sie auch keine Punkte für diese Statistik.

Demnach kam Detlef Barchanowitz bei seinen Starts im Senioren- und im Hardbatbereich auf 49 Punkte und führt damit deutlich vor Nachwuchsspieler Lars Hoffschröer mit 38 Punkten – auch ohne Start in diesem Jahr! Danach werden die Abstände dann kürzer. Der Dritte Finn Wilmink hat 27 Punkte genau wie der Vierte Hilmar Heinrichmeyer (SV Vorwärts Nordhorn), allerdings mehr Titelgewinne.

Auf 26 Punkte kommt Marian Schupe (SV Olympia Laxten) als Fünfter vor Reinhold Nüsse (SpVgg. Brandlecht/Hestrup) mit 25 Punkten als Sechster. Jens Kahsnitz (SV Union Lohne ist mit 24 Punkten Siebter, und mit 22 Punkten folgt auf Platz 8 mit Brigitte Fischer (SV Union Meppen) die erste Dame. Hätten die Anzahl der Titelgewinne bzw. zweiten oder dritten Plätze über die Reihenfolge entschieden und nicht die Punkte, hätte sich auf den ersten fünf Plätzen an der Reihenfolge übrigens nichts geändert.

Wenn man nun die Punkte der einzelnen Spieler vereinsweise addiert, ergibt sich die Reihenfolge der erfolgreichsten Vereine. Und da ist der SV Olympia Laxten mit 165 Punkten klar in Führung vor dem SV Bawinkel mit 134 Zählern. SV Hoogstede (123 Punkte) und SV Union Lohne (108 Punkte) folgen auf Platz 3 und 4 und kamen ebenfalls auf eine dreistellige Punktesumme.

Fünfter in der Vereinswertung ist der oftmalige Ausrichter SV Union Meppen (93) vor dem SV Vorwärts Nordhorn (92 Punkte), der ja die Durchführung des Turniers der Erwachsenen und Nachwuchsspieler immer im Wechsel mit dem SV Meppen übernommen hat. Auf den Plätzen 7 bis 10 folgen FC Schüttorf (77), TV Meppen (69), SC Union Emlichheim (66) und TuS Gildehaus (60 Punkte). Insgesamt haben es 35 Vereine in diese Liste geschafft – lediglich zwei, die auch mal gestartet sind, haben es noch nie unter die ersten Vier im Einzel bzw. Zwei im Doppel geschafft. Auch bei den Vereinen hätte sich auf den ersten fünf Plätzen übrigens nichts an der Reihenfolge geändert, wenn die Titelgewinne über die Reihenfolge entschieden hätten.

Die Liste der 100 erfolgreichsten Spieler (von 261, die mindestens einen Punkt erreicht haben) wie auch die komplette Liste der Vereine kann „hier“ eingesehen werden.

Luca Puppe schafft es beim Landesranglistenturnier auf Platz 4

Eine Woche nach seinen Erfolgen bei den Regionsmeisterschaften ging Luca Puppe vom SV Vorwärts Nordhorn jetzt beim Landesranglistenturnier der Jungen 11 in Oyten an den Start. Dafür hatten sich aus jedem der vier Bezirke die vier Besten qualifiziert. Im Feld der stärksten 16 seiner Altersklasse aus Niedersachsen schaffte es der junge Gildehauser auf den hervorragenden 4. Platz.

Am Samstag hatte er sich in seiner Achtergruppe ungefährdet für die Endrunde der besten Acht qualifiziert, als er mit 6:1 Siegen den 2. Platz der Vorrundengruppe belegte. Nur gegen den satzverlustfreien Gruppensieger Jonah Hebel (TSV Heisede) hatte Luca Puppe keine Chance; die einzigen zwei anderen Sätze gab er im ersten Spiel gegen den Gruppendritten Moritz Jordan vom TTC Norden ab. Aus dieser Gruppe nahm er zwei Siege und eine Niederlage mit in die Endrunde am Sonntag.

Am Sonntag ging es dann gegen die vier Besten der anderen Vorrundengruppe. Hier konnte er gleich im ersten Spiel dem dortigen Gruppensieger Kirill Manalaki (TSG Dissen) einen Satz abnehmen, was gegen den amtierenden Deutschen mini-Meister eine sehr gute Leistung ist. Gegen Jonas Unland vom VfR Voxtrup, den vierten Weser-Ems-Starter in der Endrunde, konnte Luca nur den 1. Satz siegreich gestalten, so dass er nach der zweiten Runde am Sonntag noch den 6. Platz belegte. In den beiden letzten Runden folgten jedoch zwei klare Siege. Benno Dettmer (SV Arminia Hannover) und Giovani Grossi (RSV Braunschweig) waren gegen den einzigen Starter der Region Ems-Vechte bei diesem Turnier letztlich chancenlos, so dass der Gildehauser mit seinem guten Schlussspurt es noch auf den 4. Platz geschafft hatte.

Auffallend war, dass auf den ersten sechs Plätzen mit Kirill Manalaki (1.), Jonas Unland (2.), Luca Puppe (4.) und Moritz Jordan (6.) alle vier Weser-Ems-Starter gelandet waren. Nur die beiden Hannoveraner Jonah Hebel (3.) und Benno Dettmer (5.) konnten in diese Phalanx einbrechen.

In 65 Jahren, die es mittlerweile Nachwuchs-Landesranglistenturniere von Niedersachsen gibt, war es erst das zweite Mal, dass sich ein männlicher Grafschafter unter den vier Besten von Niedersachsen platzieren konnte. 1986 hatte das mit Duc Hung Nguyen vom FC Schüttorf 09 ebenfalls ein Obergrafschafter geschafft. Bei den Jungen 13 (damals Schüler B) erzielte er sogar den 2. Platz. Im weiblichen Bereich waren die Grafschafter Nachwuchsspielerinnen da deutlich erfolgreicher. Zwischen 1982 und 1992 schafften es die Eintracht-Spielerinnen Judith Balderhaar, Marion Blossey, Gaby Wolf und Carmen Schmitz insgesamt neunmal auf einen der ersten vier Plätze, Marion Blossey dabei sogar viermal auf Platz 1. Es wäre schön, wenn Luca Puppe, der beim TuS Gildehaus mit dem Tischtennissport begonnen hat und seit dieser Saison in der 1. Jugendmannschaft der Nordhorner in der Bezirksliga spielt, in den nächsten Jahren an diese erfolgreichen Zeiten anknüpfen könnte. Dass er das Zeug dazu hat, hat er in Oyten unter Beweis gestellt!

Luca Puppe (SV Vorwärts Nordhorn) ist der Viertbeste aus Niedersachsen bei den Jungen 11.

Total in emsländischer Hand

Bei der Tischtennis-Regionsrangliste in Nordhorn hatte das Emsland in der Altersklasse Jungen 15 offensichtlich das Monopol auf die Spitzenpositionen. Punktgenau in Form war besonders Luca Jansen (SV Surwold), der auch hohes Entertainment zeigte. Im alles entscheidenden Spiel um den Turniersieg behauptete er sich hauchdünn in fünf langen Sätzen gegen Hanno Kühlenborg (Olympia Laxten), der damit Rang zwei belegte. Unumstritten war Rang drei durch Jacob Kremer (TV Meppen).

Bruns-Foto

 

TV Meppen wuchs über sich hinaus / Tischtennis-Regionspokal im Nachwuchsbereich - Emsbüren beeindruckte

In der Finalrunde des Tischtennis-Regionspokals gab das Emsland im Nachwuchsbereich mit zwei Turniersiegen den Ton an. Ein souveräner Gastgeber war einmal mehr Union Meppen.

In der Altersklasse der Jungen 15 machte Concordia Emsbüren mit dem 4:0-Auftaktsieg gegen Union Lohne frühzeitig Pokalansprüche geltend. Als eine komplexe und extrem schwierige Aufgabe erwies sich die Begegnung mit BW Dörpen. Erst im alles entscheidenden Abschlusseinzel sorgte Tim Lübbers für den Schlussakkord zum hauchdünnen 4:3-Endstand.

In der dritten Runde kam es zum Showdown zwischen den bis dato noch ungeschlagenen Mannschaften. Der SV Bawinkel stellte mit Felix Horn, der an diesem Tage nur einen Satz abgab, den absolut stärksten Spieler des Turniers.  Concordia Emsbüren war jedoch ausgeglichener besetzt, was den Ausschlag geben sollte. Diesmal war es Tom Knobloch, der im letzten Einzel den Schlusspunkt zum 4:3 setzte und damit für die ultimative Erlösung sorgte. Architekt des Pokalsiegs ist zweifellos der Trainer Dennis Lange.

In der Konkurrenz Jungen 18 blieben Union Lohne und der Hoogsteder SV in der Entscheidung außen vor. Im letzten Spiel des Tages war Olympia Laxten als klassenhöchstes Team des Wettbewerbs leicht favorisiert, aber beim TV Meppen funktionierte das Mannschaftsgefüge besser. Die Begegnung hatte hohen Unterhaltungswert, obwohl der TV eine schnelle 3:0-Führung kreierte. Olympia konnte durch das Doppel mit Marian Schupe und Lars Hoffschröer zwar verkürzen, doch sorgte Phil Gerdes anschließend für den etwas zu klaren 4:1-Endstand der Meppener. Dieser Erfolg hat Erinnerungswert und trägt die klare Handschrift des Trainers Ralf Wohlgezogen.

Der TV Meppen dominierte mit Fynn Harmsen (2.v.l.), Finn Gumprich und Phil Gerdes die Jungenklasse 18. Mit im Bild der Erfolgstrainer Ralf Wohlgezogen (rechts) und der Turnierleiter Helmut Oldeweme. Foto: Georg Bruns

 

SC Spelle/Venhaus souveräner Sieger / Tischtennis-Regionspokal der Damen und Herren - SV Bawinkel imponierte

Fünf pandemiebedingte Absagen gaben der Tischtennis-Regionspokalendrunde der Damen und Herren in Meppen einen faden Beigeschmack. 

Damen: Das Starensemble des SV Bawinkel mit Nina Pieper, Claudia Meer und Rita Pleus rechtfertigte gegen die zweifellos charmante Truppe des Hoogsteder SV ihre Favoritenstellung. Am Ende hieß es 4:2. Beide Kontrapunkte des Grafschafter Clubs setzte Lea Maathuis.

Herren B: Bis zum 2:2-Zwischenergebnis musste BW Papenburg gegen Concordia Emsbüren bangen. Dann stellte die Mannschaft das Ergebnis auf 4:2. Reinhard Kuhlmann war an diesem Tage zwar neben der Spur, doch traten die ungeschlagenen Markus Priet und Marcel Nee dominant auf. Concordia konnte den Ausfall des coronaerkrankten Tobias Schülting nicht kompensieren. An beiden Gegenzählern war Gabriel Mosler beteiligt.

Herren C: Die einzige Klasse ohne Abmeldung streckte das Turnier zeitlich. Was der SC Baccum zeigte, war par excellence und glich einem Monopol auf den Titel. Dem 4:1-Auftakterfolg gegen den VfB Lingen folgte ein 4:0-Kantersieg gegen Union Lohne. Gefordert wurde die Mannschaft dann vom FC Schüttorf. Der 0:2-Rückstand sorgte aber keineswegs für eine Schockstarre, es folgte ein Finale furioso bis zum 4:2-Endstand. Alle fünf eingesetzten Aktiven demonstrierten die ganze Bandbreite ihres Könnens, der Grandseigneur des SC war aber der als Ersatzmann mitgereiste Bernd Alberring. Für den viertplatzierten VfB Lingen gab es in diesem Turnier nur Sympathiepunkte.

Herren D: Der Dynamik des SC Spelle/Venhaus war die Konkurrenz nicht gewachsen. Das Team kam sowohl gegen Eintracht Börger als auch gegen den FC Schüttorf zu einem standesgemäßen 4:2-Sieg. Die meisten Aktien an diesem Triumph hatten mit den ungeschlagenen Karl-Heinz Pelle und Franz Brüggemann die Granden des SC. Eintracht Börger hatte zwei angeschlagene Akteure in den Reihen, belegte aber dennoch einen respektablen Platz zwei.

Herren E: Beim SV Bawinkel waren Thorsten Sabelhaus, Andre Holtkamp und Michael Stüwe-Surmann offensichtlich mit dem Siegergen ausgestattet, was auch die SG Freren neidlos anerkennen musste. Der 4:0-Erfolg muss allerdings etwas relativiert werden, denn alle Spiele gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen.

Der Turnierleiter Helmut Oldeweme (links) ehrte den SC Spelle/Venhaus mit Karl-Heinz Pelle, Reiner Baltes, Karl-Heinz Tenkleve und Franz Brüggemann für den Sieg in der Klasse Herren D. Foto: Georg Bruns