Bei der Tischtennis-Regionsrangliste in Nordhorn hatte das Emsland in der Altersklasse Jungen 15 offensichtlich das Monopol auf die Spitzenpositionen. Punktgenau in Form war besonders Luca Jansen (SV Surwold), der auch hohes Entertainment zeigte. Im alles entscheidenden Spiel um den Turniersieg behauptete er sich hauchdünn in fünf langen Sätzen gegen Hanno Kühlenborg (Olympia Laxten), der damit Rang zwei belegte. Unumstritten war Rang drei durch Jacob Kremer (TV Meppen).
Die Gastgeber hissten auch diesmal frühzeitig die weiße Fahne. Somit folgte dem Sieg am ersten Spieltag eine beispiellose Flaute. Die Mannschaft fügte sich willig dem Abstieg.
Olympia Laxten: M. Varel, Keller, J. Brand, Wöbker, M. Brand, Storm, M. Varel/J. Brand, Keller/Wöbker, M. Brand/Storm.
Bezirksliga, Herren
SC Spelle/Venhaus - Spvg. Gaste/Hasbergen 8:8
Der heimische Neuling feierte das allererste Erfolgserlebnis. Den Rest davor kann man getrost vergessen. Nach dem 5:6-Rückstand mobilisierte der SC die letzten Reserven. Die meisten Aktien am Remis hatte ausgerechnet der Ersatzmann Karl-Heinz Pelle.
In der Tischtennis-Damenverbandsliga musste sich der SV Bawinkel im letzten Pflichtspiel in eigener Halle dem Hundsmühler TV mit 6:8 geschlagen geben.
Es war eine Niederlage mit Ansage. Die Mannschaft musste auf Nina Längert verzichten, womit die Erfolgsaussichten stark minimiert waren. Auf der anderen Seite konnten die Gäste ohne Druck aufspielen, so dass das Mannschaftsgefüge exzellent funktionierte. Bereits in den Doppeln nahm der negative Ausgang Konturen an. Ausgerechnet das Paradedoppel mit Claudia Meer und Rita Pleus patzte. Das Duo konnte zwar einen 0:2-Satzrückstand egalisieren, musste aber im fünften Durchgang mit 6:11 kapitulieren. Parallel dazu mussten Antonia Joachimmeyer und Franziska Hartdegen klar mit 0:3 die Waffen strecken.
Der emsländische Club lag zwar nicht am Boden, doch der erhoffte Umschwung blieb aus. Zwar funktionierte die Personalie Claudia Meer mit drei Siegen perfekt, auch Rita Pleus überzeugte mit zwei Einzelerfolgen. Im Schlüsselspiel dieser Partie hatte es Antonia Joachimmeyer gegen die Spitzenspielerin des TV, Sinja Kampen, in der Hand, musste sich aber in der Verlängerung des Entscheidungssatzes mit 12:14 beugen. Somit lief die Mannschaft bis zum letzten Ballwechsel dem Rückstand hinterher, der Hundsmühler TV dagegen spielte exakt nach Drehbuch.
Für den SV Bawinkel war es sicherlich ein Nachteil, dass in dieser Saison pandemiebedingt, nur eine Halbserie absolviert wurde. Unter diesen Vorzeichen ist die Vizemeisterschaft ein positiver Abschluss.
In der Tischtennis-Damenverbandsliga beendet der SV Bawinkel die Saison am Samstag ab 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Hundsmühler TV.
Zur Situation: Die Emsländerinnen können den Titelgewinn noch realisieren - aber nur theoretisch. Bei einem Sieg gegen den Hundsmühler TV wäre die Mannschaft an der Spitze punktgleich mit dem SV Wissingen, der die Spielzeit bereits abgeschlossen hat. Aber nur bei einem 8:0-Sieg könnte der emsländische Club im Spielverhältnis mit dem Wissingerinnen gleichziehen. Dann müsste das Satzverhältnis entscheiden. Ein Kantersieg gegen den fünftplatzierten Hundsmühler TV ist jedoch utopisch. Die Akteurinnen des SV Bawinkel haben innerlich die Saison bereits abgeschlossen. Ein einziger Lapsus, nämlich die 2:8-Heimniederlage gegen die TuSG Ritterhude, kostete die Meisterschaft. Erinnerungswert auf der anderen Seite hat der 8:2-Reisesieg beim mutmaßlichen neuen Meister SV Wissingen.
Der SV Bawinkel ist immun gegen schlechte Laune und kann ohne Selbstzweifel in die letzte Partie gehen. Ein Sieg ist wahrscheinlich, alles andere wäre aber auch kein Beinbruch.