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Nachruf auf unser Ehrenmitglied Herbert Raduschewski

Am 4. Januar 2026 verstarb im Alter von 94 Jahren mit Herbert Raduschewski das einzige Ehrenmitglied, das der Kreisverband Grafschaft Bentheim jemals hatte und das seit der Gründung des Regionsverbandes 2019 auch dessen Ehrenmitglied war. Er folgte damit seiner Ehefrau Else, die vier Monate zuvor verstorben war.

Herbert Raduschewski hat 1946 als Fünfzehnjähriger beim SV Eintracht Nordhorn mit dem Tischtennis begonnen und spielte dort bis 1966 in der 1. und 2. Mannschaft. Zwischen 1954 und 1956 leitete er auch die Tischtennis-Abteilung des ältesten Nordhorner Vereins, bevor der im letzten Jahr verstorbene Walter Maatmann diese übernahm. Nach seinem Wechsel zum SV Alemannia Blanke war der Weber und Textilmaschinenführer bei NINO dann von 1966 bis 1999 33 Jahre lang dort Abteilungsleiter und einer der Spitzenspieler des Vereins aus dem Nordhorner Süden, wobei er von 1979 bis 1981 zwei Jahre lang einen Abstecher zum gerade in die (heutige) 1. Bezirksklasse aufgestiegenen ASC Grün-Weiß 49 Wilsum gemacht hatte, ohne seinen Abteilungsleiter-Posten bei Alemannia aufzugeben. Ein Höhepunkt in seiner Punktspielkarriere war sicherlich 1994 der Wieder-Aufstieg von Alemannia Blanke in die Herren-Kreisliga, den er zusammen mit seinen drei Söhnen Ingo, Holger und Udo erreichte.

Nach dem Ende der TT-Abteilung von Alemannia Blanke versuchte er es dann noch drei Jahre lang beim SV Union Lohne und zwei Jahre bei der SpVgg. Brandlecht/Hestrup, ohne dort allerdings seine Erfüllung zu finden. Nach seinem letzten Punktspiel 2004 nahm er dann noch bis 2009 an Seniorenturnieren teil. In den letzten Jahren als aktiver Spieler war er mit Begeisterung zwischen 2001 und 2009 bei insgesamt sechs Senioren-Welt-und Europameisterschaften gestartet. Auch seinen größten Einzelerfolg errang er bei einem Seniorenturnier: 2008 wurde er Landesmeister im Senioren 75-Doppel an der Seite von Manfred Rother (MTV Wittingen).

Besonders vorbildlich war der ehrenamtliche Einsatz von Herbert Raduschewski auf Kreisebene. So war er zwischen 1967 und 2013 insgesamt knapp 40 Jahre lang Vorstandsmitglied im TT-Kreisverband Grafschaft Bentheim, anfangs als Kassenwart und seit 1983 dreißig Jahre lang als 2. Vorsitzender. Zusätzlich war er im Spielausschuss 15 Jahre lang für die sonntägliche Ergebnismeldung an die Grafschafter Nachrichten verantwortlich und hat sich darüber hinaus bei zahlreichen Gelegenheiten immer uneigennützig in den Dienst des Tischtennissports gestellt, sei es bei der Ausrichtung von Turnieren, bei den regelmäßigen Materialwartungen in der Kreissporthalle oder als Delegierter bei den Bezirks- und Verbandstagen.

Der Bezirksverband Weser-Ems und der TT-Verband Niedersachsen haben ihn mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet, und bei seinem Ausscheiden aus dem Kreisvorstand wurde er 2013 zum ersten und einzigen Ehrenmitglied des TT-Kreisverbandes ernannt.

Mit Herbert Raduschewski haben wir einen allseits beliebten Sportkameraden verloren, der sich große Verdienste um den Tischtennissport in der Grafschaft Bentheim erworben hat. Wir gedenken seiner in großer Dankbarkeit.

Herbert Raduschewskis letztes großes Turnier war die Senioren-Europameisterschaft 2009 im kroatischen Porec. Hier beim Ausflug am spielfreien Mittwoch.
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TV Meppen gewinnt das Grafschafter Vorgabeturnier wie vor drei Jahren

Kalenderbedingt früher als in den meisten Jahren startete das traditionelle Grafschafter Vorgabeturnier in die 27. Auflage. Dabei wurde das Turnier erstmals nicht in der Grafschaft ausgetragen, nachdem der Serien-Ausrichter SV Hoogstede um eine Turnierpause gebeten hatte. SV Blau-Weiß Dörpen war in der Halle am Dünenbad eingesprungen und machte seine Sache als Durchführer sehr gut.

Im 27köpfigen Teilnehmerfeld, das diesmal kleiner ausfiel als in den vergangenen Jahren, setzten sich am Ende die Sieger von 2022 vom TV Meppen durch. Dabei wurden Phil Gerdes und Marcel Milsch diesmal noch durch Nachwuchsspieler Bastian Rotermann verstärkt, der nach dem Ausfall seines Partners das Team seiner Vereinskameraden ergänzte.

Beim Turnier treten Aktive des Regionsverbandes Ems-Vechte in Zweiermannschaf­ten gegeneinander an. Die Konstellation (Geschlecht, Alter, Verein, Spielstärke) ist hierbei egal. Relevant für das Turnier ist der eigene Q-TTR-Wert aus dem letzten Quartal. Hieraus ergeben sich die Vorgaben der Spieler gegeneinander. Die Sätze werden nach alter Manier bis 21 gespielt, dies bedeutet, dass nach fünf Aufschlägen gewechselt wird. Die einzelnen Partien starten in der Vorrunde mit zwei Einzeln für jeden Spieler. Ein Abschlussdoppel kommt zum Tragen, wenn vorher keine Mannschaft drei Punkte erreichen konnte. Teilnahmeberechtigt waren alle Sportler, die einem Verein des Regionsverbandes Ems-Vechte angehören und eine Turnierlizenz erworben hatten.

Die Sporthalle in Dörpen bot gute Spielbedingungen an den 16 Tischen.

Die 13 Zweierteams starteten in der Vorrunde in einer Vierer- und drei Dreiergruppen, aus denen jeweils die ersten beiden Teams in die Endrunde kamen. Unter die acht Endrundenteams hatten es auch beide Mannschaften des SV Hoogstede geschafft, die diesmal die einzigen Teilnehmer aus der Grafschaft waren, nachdem die sonstigen Dauerstarter ASC Grün-Weiß 49 Wilsum, SC Union Emlichheim, TuS Neuenhaus, SpVgg. Brandlecht/Hestrup und SV Vorwärts Nordhorn diesmal nicht vertreten waren.

Gleich drei seiner fünf Teams brachte der TV Meppen ins Viertelfinale. Im Halbfinale waren noch zwei davon vertreten, von denen dann Finn Gumprich und Fynn Harmsen gegen Anna Hutmacher und Thomas Veldhoff (SV Hoogstede) mit 0:3 ausschieden. Im anderen Halbfinale kam der Vorjahresfinalist Simon Garbe (VfL Emslage) zwar zu einem Sieg über Phil Gerdes, doch sein Partner Nico Titze, der als einziger vom Durchführer SV Blau-Weiß Dörpen am Start war, unterlag beiden Meppenern, so dass Gerdes/Rotermann sich mit 3:1 ins Finale spielten.

Im Finale selbst wurden dann alle fünf Spiele benötigt, bevor um 21.22 h die Siegermannschaft feststand. Da insgesamt weniger als 17 Teams am Start waren, wurde auch die Endrunde im ungekürzten Corbillon-Cup-System gespielt, so dass alle Spieler auch hier wie in der Vorrunde ggf. zu zwei Einzeln kamen.

Diese gewann dann im Finale wie schon mehrmals zuvor Thomas Veldhoff beide (jeweils mit 2:1 Sätzen), während Anna Hutmacher gegen den jugendlichen Elan von Bastian Rotermann und das Materialspiel von Marcel Milsch kein Mittel fand. Im Schlussdoppel setzten sich Phil Gerdes und Marcel Milsch dann mit 22:20 und 23:21 denkbar knapp durch und wiederholten damit ihren Turniersieg von 2022.

Heißumkämpft war jeder Ballwechsel im entscheidenden Schlussdoppel des Finales zwischen Anna Hutmacher/Thomas Veldhoff (links) und Marcel Milsch/Phil Gerdes (rechts).

Insgesamt war der vom Regionsverband vorgegebene Termin diesmal alles andere als günstig, doch der Kalender bot diesmal keinen Freitag zwischen Weihnachten und Neujahr an, so dass in die Vorweihnachtszeit und auf einen frühen Turnierstart um 14.00 Uhr ausgewichen werden musste, was schon erwartungsgemäß zu einem kleineren Starterfeld geführt hat. Dass am Ende nur zwei Grafschafter Teams und gar nur eins aus dem Südkreis antraten, war sicherlich enttäuschend, doch lag es zumindest beim TuS Neuenhaus und Vorwärts Nordhorn an eigenen Traditionsveranstaltungen, die immer an diesem Wochenende stattfinden.

Auch im nächsten Jahr wird das Turnier kalenderbedingt nicht am Wunschtermin stattfinden können, weil es den auch 2026 nicht geben wird. Bis dahin muss der Regionsverband auch entscheiden, ob er zukünftig bei diesem Turnier weiterhin den Start von drei Spielern in einer Mannschaft zulässt. Das Regelwerk erlaubt sogar den Start von vier Spielern in einer Zweiermannschaft. Doch ob diese Regel nicht bei einem eintägigen Turnier außer Kraft gesetzt werden sollte, weil sie der größeren Mannschaft doch große Konditionsvorteile gewährt, muss sorgfältig geprüft werden. In der Vergangenheit war das nie ein Problem, weil die Dreiermannschaften, die immer nur aus der Not heraus gebildet worden waren, immer in der Vorrunde ausgeschieden waren.

Erstmals nahmen neun Spieler an der Siegerehrung teil (v. l. n. r.): Thomas Veldhoff, Anna Hutmacher (2.), Marcel Milsch, Bastian Rotermann, Phil Gerdes (1.), Finn Gumprich, Fynn Harmsen (3.) und Simon Garbe, Nico Titze (3.).

Turnierleiter Hilmar Heinrichmeyer, der diesmal erst zum dritten Mal in 27 Jahren nicht selbst mitgespielt hatte und dennoch weiterhin unangefochten an der Spitze der Dauerstarter steht, bedankte sich nach Turnierende beim durchführenden SV Blau-Weiß Dörpen mit Michael Hesselbrock an der Spitze. Sowohl die Spielbedingungen als auch die Leistungen des Durchführers ließen den Wunsch aufkommen, in der Zukunft weitere Turniere des Regionsverbandes in Dörpen durchführen zu können.

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Hilmar Heinrichmeyer wird in Großheide Bezirksmeister im Senioren 65-Doppel

Mit vier Startern aus zwei Vereinen war die Region Ems-Vechte am Sonntag bei der Senioren-Bezirksmeisterschaft in Großheide im Kreis Aurich vertreten. Drei davon schafften die direkte Qualifikation zu den Landesmeisterschaften im März und April, während einer noch gute Chancen auf einen Nachrückerplatz hat. Auch ein Bezirksmeistertitel fiel in die Region Ems-Vechte. Dafür sorgte Hilmar Heinrichmeyer (SV Vorwärts Nordhorn), der im Senioren 65-Doppel an der Seite des Einzelsiegers Frank Black (TuS Sande) das Finale knapp gewann.

Die Resonanz am diesjährigen Turnier ließ sehr zu wünschen übrig. Dafür sorgte sicher auch die Bezirks-Randlage von Großheide, dessen TTV Dree Möhlen anläßlich seines 35jährigen Bestehens dieses Turnier ausgerichtet hat.

Markus Möller spielte als Jüngster der drei Spieler vom SC Blau-Weiß Papenburg bei den Senioren 40 mit, wo er in der starken Vierergruppe erwartungsgemäß nur auf den 4. Platz kam.

Seine Vereinskameraden Markus Priet und Felix Falge wurden in ihren Vorrundengruppen bei den Senioren 45 beide Dritte, so dass sie anschließend noch zu den Qualifikationsspielen um die Landesmeisterschaft antreten mussten. Hier gewann Priet gegen den anderen Gruppenvierten, während Falge in vier Sätzen verlor. Die Spiele um Platz 5 und 7 gewannen dann Priet und Falge jeweils klar in drei Sätzen, womit Priet sich für Georgsmarienhütte qualifiziert hat, während Falge dort erster Ersatzmann ist.

Aufgrund der geringen Resonanz spielten die Senioren 40 bis 55 nur eine einzige Doppelkonkurrenz aus, in der dann immerhin elf Paarungen aus den vier Altersklassen starteten. Jeweils im Viertelfinale erwischte es Priet (zusammen mit Sebastian Friemel/TuS Blau-Weiß Lohne) und Möller (an der Seite von Rafal Kubas/SV Grün-Weiß Mühlen). Letztere unterlagen Falge und dem Senioren 45-Einzelsieger Andreas Scholle aus dem Oberligateam der SF Oesede, für die dann aber im 5. Satz des Halbfinals das Aus gegen die späteren Sieger Nicolas Koch-Hartke/Marco Stüber (SuS Buer/TV Hude) kam, die anschließend auch die Einzel der Senioren 40 bzw. 55 gewannen.

Da der Bezirksverband keine Siegerehrung durchgeführt hatte, stellten sich Markus Möller (links) und Felix Falge (rechts) am Rand des Turniers mit ihren formlos überreichten Urkunden dem Fotografen (Foto: Markus Priet)

Bei den Senioren 65 startete Hilmar Heinrichmeyer (SV Vorwärts Nordhorn) im Einzel weit unter seinen Möglichkeiten und wurde in seiner Vierergruppe nur Letzter. Immerhin steigerte er sich dann im Qualifikationsspiel gegen Ulrich Hipler (SF Oesede), wo er mit einem klaren 3:0-Erfolg den 5. Platz und damit den Sprung nach Sittensen zur Landesmeisterschaft schaffte.

Besser lief es für ihn zuvor schon im Doppel an der Seite des Sander Bezirksliga-Herbstmeisters Frank Black. Nach einem nur am Anfang umkämpften 3:1-Sieg im Halbfinale führten die beiden im Finale gegen Dieter Clausing/Wilhelm Niemand (SF Oesede/TTG Nord Holtriem) schon mit 2:0 Sätzen, bevor sie dann doch den Ausgleich hinnehmen mussten. Im Entscheidungssatz reichte dann eine Steigerung im taktischen Bereich zum knappen 11:9-Erfolg, mit dem Hilmar Heinrichmeyer seinen dritten Bezirkstitel im Doppel sicherstellen konnte.

Es ist zu erwarten, dass alle vier Spieler aus der Region bei Interesse im März und April an den Senioren-Landesmeisterschaften in Sittensen bzw. Georgsmarienhütte teilnehmen können. Dann beginnt die Meisterschaftssaison auch für die Seniorinnen (Jahrgang 1986 und älter). Da die Landesmeisterschaften für die Seniorinnen offen ausgeschrieben sind, können alle interessierten Seniorinnen aus der Region sich dafür auch ohne Qualifikation anmelden.

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Tischtennis Bezirksindividualmeisterschaften Erwachsene

Mit Maarten Schonhoff, Simon Sommer (beide SV Union Lohne und Philipp Bohlen (SV Blau-Weiß Dörpen) starteten insgesamt 3 Aktive des Tischtennis-Regionsverbandes Ems-Vechte e. V. bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften in der Klasse Erwachsene in Langförden. Die beste Platzierung erreichte Maarten Schonhoff mit Rang 9. Philipp Bohlen und Simon Sommer kamen jeweils auf Platz 28.

Im Auftaktspiel hatte Marten Schonhoff erwartungsgemäß gegen den späteren Zeitplatzierten Janek Hinrichs (MTV Jever) keine Chance und verlor glatt in drei Sätzen. Das zweite Gruppenspiel gegen Alex Oleinicenko (SG Schwarz-Weiß Oldenburg), der im Tischtennis-Rating eine etwas bessere Kennzahl hat, konnte Schonhoff in vier Sätzen gewinnen. Gegen Max Weiß (SV Warsingsfehn) gab es dann im letzten Vorrundenspiel einen Dreisatzsieg. Als Gruppenzweiter gelang die Qualifikation für das Achtelfinale. Hier hatte Schonhoff Lospech und musste im ersten Endrundenspiel gleich gegen den späteren Sieger Nico Schulz vom Oldenburger TB antreten. Erwartungsgemäß siegte der Favorit in drei Sätzen.

Philipp Bohlen spielte in seiner ersten Partie gleich gegen den späteren Gesamtsieger Nico Schulz und hatte keine Chance auf einen Satzgewinn. In der zweiten Begegnung war auch Stanislav Riebel (Elsflether TB) bei der Dreisatzniederlage zu stark. Gegen Philipp Schneider (Osnabrücker SC) konnte Bohlen nach einem 0:2 Rückstand noch zum 2:2 ausgleichen. Er verlor dann im Entscheidungssatz mit 8:11.

In allen Gruppenspielen startete Simon Sommer als Außenseiter. Gegen Tom Schröder(TuS Ekern), Toni Droppelmann (SV 28 Wissingen) und Sedat Bassagaoglu (TuR Eintracht Sengwarden) reichte es nicht zu einem Satzgewinn.

Die beiden Lohner Schonhoff und Sommer verloren im Doppelwettbewerb gegen Tom Schröder/Rafal Kubas (TuS Ekern/SV Grün-Weiß Mühlen ) im Entscheidungssatz.

Philipp Bohlen spielte an der Seite von Jannes Görlich (TTC Staatsforsten) gegen Lukas Welkener/Noah Richter (SF Oesede/SV Harderberg) und verlor in drei Sätzen.

Die drei Teilnehmer des Tischtennis-Regionsverbandes blieben im Rahmen der Erwartungen. Lospech verhinderte bei Schonhoff eine eventuell noch bessere Platzierung. Er verlor seine beiden Spiele gegen die Endspielteilnehmer.

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Mario Gysbers verteidigt seinen Vorjahrestitel in der höchsten Klasse

Die Beteiligung in den Erwachsenenklassen bei den Regionsmeisterschaften in der Nordhorner Kreissporthalle war mit 38 Startern zwar nicht besonders hoch, aber immerhin lag sie um 10 Spieler höher als im letzten Jahr direkt nach Einführung der damals neuen Turnierlizenz.

Im sportlichen Bereich gab es in den drei Erwachsenenklassen niemanden, der Einzel und Doppel gewinnen konnte. Erfolgreichster Starter war somit Philipp Bohlen von Blau-Weiß Dörpen, der im Doppel in den Klassen 1 und 2 erfolgreich war.

Insgesamt waren erfreulicherweise wie im Vorjahr auch fünf Damen am Start, aber sie alle entschieden sich gegen den Start in der Damenklasse, sondern nutzten die neue Möglichkeit, statt dessen in den geschlechtsneutralen Erwachsenenklassen zu spielen. Somit gibt es erstmals seit zehn Jahren keine Damen-Regionsmeisterin mehr, und ob diese Klasse – wie auch das Mixed - in Zukunft überhaupt noch angeboten werden soll, ist angesichts des Interesses der Damen fraglich.

Mit 19 Startern war die Erwachsenenklasse I sehr gut besetzt, sodass in fünf Vorrundengruppen gespielt werden konnte. Hier setzten sich mit Lea Maathuis und Katrin Harms-Ensink auch die beiden gestarteten Damen aus der Verbandsligamannschaft des SV Hoogstede als Gruppenzweite durch, wobei Lea Maathuis bei 2:1 Siegen und gleichem Satzverhältnis nur ein Ball zum Gruppensieg fehlte. Etwas Lospech führte beide dann im Viertelfinale gegen die späteren Finalisten Kai Veenhuis (SpVgg. Brandlecht/Hestrup) und Mario Gysbers (ASC Grün-Weiß 49), wo die beiden Damen chancenlos blieben. In den beiden anderen Viertelfinals setzte sich Marc Berning (SV Olympia Laxten) klar gegen Jens Kahsnitz (SV Union Lohne) durch, während Jugendspieler Maarten Schonhoff (SV Union Lohne) fünf Sätze brauchte, bis Philipp Bohlen (Blau-Weiß Dörpen) besiegt war. Die letzten vier Spiele gingen dann alle über fünf Sätze und zeigen, wie gleichstark die Halbfinalteilnehmer waren. Kai Veenhuis qualifizierte sich über Marc Berning für das Finale, während Mario Gysbers gegen Maarten Schonhoff gewann. Jeweils mit 11:5 im letzten Satz gewannen dann Schonhoff gegen Berning das Spiel um Platz 3 und Gysbers das Finale gegen Veenhuis. Der Wilsumer musste diesmal bei seiner Titelverteidigung deutlich mehr zeigen als im Vorjahr im Finale gegen Lars Wöbker (Olympia Laxten).

Erstmals mit Medaillen präsentieren sich die Sieger des Erwachsenen I-Einzels (bei allen Fotos v. l. n. r.): Kai Veenhuis, Mario Gysbers und Maarten Schonhoff.

Im Doppel der Erwachsenen I kam für Katrin Harms-Ensink/Lea Maathuis nach hartem Fünf-Satz-Kampf das Aus im Viertelfinale gegen die ASC-Kombination Mario Gysbers/Marcel Keus, die wiederum im Halbfinale gegen Marc Berning/Philipp Bohlen nur im ersten der vier Sätze mithalten konnten. Im anderen Halbfinale setzten sich die beiden Brandlechter Kai Veenhuis/Lenny Kovert nur hauchdünn mit 11:9 im 5. Satz gegen Jens Kahsnitz/Marco Knospe (SV Union Lohne/SV Vorwärts Nordhorn) durch. Genauso knapp verloren Veenhuis/Kovert dann das Finale gegen Berning/Bohlen.

Für die zwei Partner eines Doppels ist bei den Erwachsenen auf einem Kasten des Podestes nicht genug Platz. Erwachsene I-Doppel: Kai Veenhuis, Lenny Kovert, Marc Berning und Philipp Bohlen.

Die zehn Starter bei den Erwachsenen III spielten die Vorrunde in zwei Gruppen, in denen sich drei Spieler vom TV Meppen und einer vom VfB Lingen für das Halbfinale qualifizierten. Dabei blieben die beiden Meppener Inka Veenker und Sebastian Hoogland jeweils ungeschlagen. Im Halbfinale setzte sich dann Sebastian Hoogland gegen seinen Vereinskameraden Matthias Korte durch, während Inka Veenker gegen Alexander Kurzok (VfB Lingen) den kürzeren zog. Hoogland ließ im Finale nichts anbrennen und verwies Kurzok klar mit 3:0 auf den 2. Platz.

Bei den Erwachsenen III schaffte im Einzel auch eine Dame den Sprung auf das Podest: Alexander Kurzok, Sebastian Hoogland und Inka Veenker.

Im Einzel wurden Anna Hutmacher und Thomas Veldhoff (beide Hoogsteder SV) jeweils nur Gruppendritte, doch im Doppel schlug ihre große Stunde. Mit dem 3:0-Finalerfolg verhinderten sie den Doppelsieg von Sebastian Hoogland, der an der Seite von Inka Veenker angetreten war.

Sogar zwei Damen waren es im Erwachsenen III-Doppelfinale: Sebastian Hoogland, Inka Veenker, Thomas Veldhoff und Anna Hutmacher.

Am Sonntag spielten die neun Erwachsenen ebenfalls in zwei Vorrundengruppen. Während sich Fabian Veldboer (SV Vorwärts Nordhorn) souverän vor Oliver Nack (SC Blau-Weiß Papenburg) durchsetzte, kamen in der Fünfergruppe drei Spieler auf 3:1 Siege. Altmeister Gerd-Rainer Vennegeerts (jetzt TV Meppen) reichten zwei Bälle mehr zum Gruppensieg vor Philipp Bohlen, während Victor Satorius (DJK SF Bockhorst) als Dritter den kürzeren zog. Im Halbfinale setzten sich dann mit Nack gegen Vennegeerts und Veldboer gegen Bohlen die beiden Spieler derselben Vorrundengruppe durch, so dass es sowohl im Finale als auch im Spiel um Platz 3 zur Wiederholung von Vorrundengruppenspielen kam. Nach dem 3:0 in der Gruppe hatte Veldboer jetzt gegen Nack stark zu kämpfen, bevor er den 5. Satz dann doch haushoch gewann. Auch im 5. Satz – wie schon in der Gruppe - gewann Vennegeerts das kleine Finale gegen Bohlen, wobei hier der Vorsprung mit 12:10 denkbar knapp war.

Einer fehlte bei der Siegerehrung des Erwachsene II-Einzels. Gerd-Rainer Vennegeerts hatte in seiner langen Turnierpause wohl vergessen, dass nach dem Finale die Siegerehrung stattfindet. Auf das Foto mit ihm unter der Dusche verzichten wir hier und zeigen statt dessen die beiden Finalisten: Oliver Nack und Fabian Veldboer.

Vor der Einzel-Finalniederlage hatte sich Oliver Nack bereits den Titel im Doppel gesichert, als er an der Seite von Philipp Bohlen, der damit auch am zweiten Tag im Doppel siegreich blieb, die Frerener Paarung Reinhard Heskamp/Carsten Rudminat klar in drei Sätzen bezwungen hatte.

Durch die Nichtteilnahme der beiden Frerener Reinhard Heskamp und Carsten Rudminat an der Siegerehrung gibt es auch kein Foto der Sieger Oliver Nack und Philipp Bohlen.

Die Vereinswertung für den besten Verein im Erwachsenenbereich war diesmal hart umkämpft, da in den drei Klassen jeweils andere Vereine dominierten. Letztlich gewann der TV Meppen mit 15 Punkten knapp vor ASC Grün-Weiß 49 mit 12 Punkten. Weitere zwei Punkte weniger hatten die beiden Dritten zu verzeichnen, SpVgg. Brandlecht/Hestrup und Hoogsteder SV.

Deutlich waren dagegen die Abstände bei der Vereinswertung für die beste Beteiligung. Der TV Meppen dominierte mit 97 Punkten erneut vor ASC Grün-Weiß 49 mit 60 Punkten und VfB Lingen mit 49 Punkten.

Es war das erste Mal seit der gemeinsamen Austragung der Regionsmeisterschaften 2016, dass ein Verein alle drei Vereinswertungen gewinnen konnte. Der TV Meppen schaffte damit eine Leistung, die in den dreißig Jahren zuvor in der Grafschaft bereits TuS Gildehaus (1993), SpVgg. Brandlecht/Hestrup (1998, 2012, 2013) und SV Eintracht Nordhorn (2001 und 2003) gelungen war.

Obwohl ursprünglich geplant war, dass die Regionsmeisterschaften diesmal bereits in Kreissporthalle 2 stattfinden sollten, in der bessere Lagermöglichkeiten für die Materialien des Regionsverbandes geschaffen werden sollen und die auch etwas breiter ist als die ältere Halle 1, fand das Turnier noch einmal in Halle 1 statt. Die Baumaßnahmen sollen aber bis zum März 2026 beendet sein, so dass diese Regionsmeisterschaften zumindest nach heutigem Stand das Abschiedsturnier in Halle 1 gewesen sein sollten.

Ist es das Abschiedsfoto der Turnierleitung von Kreissporthalle 1? Wir erkennen Dimitri Lammert, Peter Kröner und Christian Lühn, die hier kurz die Arbeit unterbrechen (alle Fotos: Hilmar Heinrichmeyer).